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30 Jahre Eisenbahnfreunde Treysa e. V. und Lokschuppenfest
Über 300 Besucher waren bei strahlendem Sonnenschein gekommen

30.03.2018
TREYSA
(kec/gbs) Es war ein gelungenes Fest bei den Eisenbahnfreunden Treysa e. V. am vergangenen Wochenende. Auch das Wetter spielte mit. So vermutete der 1. Vorsitzende, André Heide, Petrus muss ein Eisenbahnfan sein. Über 300 Besucher waren gekommen und hatten sichtlich Spaß. Auch der Bürgermeister von Schwalmstadt, Stefan Pinhard und Helmut Balamagi, der Vertreter des Schwalm-Eder-Kreises waren gekommen, um die Dampflokparade im Lokschuppen und auf der Drehscheibe, Dampfschnupperfahrten nach Stadtallendorf, Führerstandsmitfahrten auf der Dampflok, Draisinenfahrten, Modellbahnschau, Pendelfahrten zwischen Festgelände und Bahnhof Treysa zu erleben.

Foto: Crönlein/German BaseStream News-Online | (v.l.n.r.) Helmut Balamagi, Vertreter des Schwalm-Eder-Kreises, Heiko Altmann, André Heide, 1. Vorsitzender und Stefan Pinhard, Bürgermeister von Schwalmstadt, der einen Scheck als kleine Unterstützung dem Verein überreichte.

"Ich kann ich nur sagen: Chapeau!"
"Der Beruf des Lokführers zählt nach wie vor zu den Traumberufen", sagte Bürgermeister Stefan Pinhard. Und so sei es kein Wunder, dass der Jubiläumsverein seit seiner Gründung im Interesse der Öffentlichkeit steht. "Die Eisenbahnfreunde haben eine beachtliche Anzahl an Mitgliedern (ca. 110, Anm. d. Red.)", betonte Pinhard. So würden sich auch die regelmäßigen Dampflok-Sonderfahren großer Beliebtheit erfreuen, so Stefan Pinhard. Der Bürgermeister hatte an diesem Tag auch eine Fahrt nach Stadt Allendorf und zurück mitgemacht. "Es war ein Erlebnis und ich lege es jedem ans Herz. So eine Fahrt mit einer alten Dampflok (an diesem Tag die 50 3501, Anm. d. Red.) versetzt die Reisenden in eine andere Welt und bleibt lange im Gedächtnis haften", sagte der Bürgermeister. Stefan Pinhard dankte dem Verein für die wunderbaren Ausflüge und die hervorragend organisierten Veranstaltungen. "Es bedeutet sehr viel Arbeit, dies alles auf die Beine zu stellen, wie auch die Instandhaltung der Fahrzeuge und die Instandhaltung eines so großen Geländes", so Stefan Pinhard. Dem Bürgermeister ist bewusst, dass sich die Eisenbahnfreunde über das normal Maß hinaus engagieren, sei es mit den Mitgliedsbeiträgen, aber vor allem durch ihre Arbeitszeit. Kein Eisenbahnfreund würde die Stunden zählen, die er in den Verein investiert. "Chapeau!", sagte der Bürgermeister in Bezug auf die große Leistung des Vereins über die Reparatur des Lokschuppendaches. Stefan Pinhard: "Was so ein Dach kostet, wie viel Arbeit es benötigt, welche Verträge abgeschlossen werden müssen, was für ein finanzielles Risiko eingegangen wird, kann ich nur sagen: Chapeau!"

Auch eine Modellbahn war zu sehen
Neben den großen Eisenbahnen, gab es auch eine Modellbahn zu sehen. Hans Harald Neschke aus Bad Vilbel erklärte und zeigte unserer Online-Zeitung, die ca. 20 m lange Modulanlage in der Spur TT. "Wir bauen an der Modulanlage in der Spur TT seit ungefähr 20 Jahren. Sie können die Anlage beliebig aufbauen und entsprechend dann den Vorbetrieb machen", so Neschke. Ein einzelnes Modul ist in der Regel so um die ein Meter lang und ca. 50 cm breit. Hans Harald Neschke: "Wir sind nur eine Interessengemeinschaft, also wir sind kein Verein im klassischen Sinne, sondern ein loser Zusammenschluss von 22 Personen." Die Interessengemeinschaft ist 1998 entstanden, ursprünglich mal nur als Stammtisch und es hat sich dann später in eine vereinsähnliche Struktur gewandelt, erklärt uns Neschke. "Wir haben unsere Clubräume in Neustadt in Hessen. Da haben wir permanent immer einen Teil aufgebaut, je nachdem wie viel Platz wir haben. Ansonsten wird der restliche Platz im Clubraum dazu verwendet, um weiter zu bauen. Wir haben viele Module auch schon mal überarbeitet, also ständig Modulpflege gemacht. Aber wir haben auch einige Neubauprojekte. Das eine Projekt ist ein Bahnbetriebswerk auf 1,5 m². Das ist so im Rohbau fertig und wir hoffen, dass wir das im November auf unserer Ausstellung in Neustadt zeigen können."

Die Interessengemeinschaft baut an einer viertel Yard Schiebeanlage zum Abstellen der Züge. Das ist jetzt in Planung. "Wir haben ein Bergmodul, was wir erweitern wollen. Eine Schlucht, die soll quasi von zwei auf vier Meter verlängert werden. Und wir haben im Umbau den Hindenburgdamm. Dieser soll den Hindenburgdamm nach Sylt darstellen," sagte Hans Harald Neschke. Wie ist denn der Altersdurchschnitt, fragten wir Hans Harald Neschke? "Der Altersdurchschnitt ist 40 Jahre. Wir haben ein sehr buntes Alter. Der Jüngste ist glaube ich, mittlerweile 14, und wir haben eine recht hohe mittlere Decke, also zwischen 35 und 45. Wir haben natürlich auch ein paar ältere die jetzt so im Rentenalter sind. Die älteren Herrschaften, das sind diejenigen, die eigentlich das Modernste haben. Die fahren also auf ihren Heimanlagen mit Computer." Und weiter betont Neschke: "Wir haben ein Modul hier in der Anlage integriert, da sag ich immer, das ist unser Juniormodul. Da war der Erbauer zu der Zeit so 12, 13. Und das hat der mehr oder weniger in Eigenregie gemacht. Wir haben ihn bei ein paar Sachen natürlich unterstützt, erstens da, wo es auf sehr Genauigkeit ankommt, oder um einfach eben auch anzuleiten. Aber letztendlich hat er festgelegt, wie er das gerne haben möchte."

Neben Geld fehlt vor allem auch Menpower
André Heide, der seit fünf Jahren 1. Vorsitzende ist, erklärt uns, der Verein hat ca. 110 Mitglieder. Auf die Frage nach dem "Sorgenkind", die vereinseigene 52 8106, erklärt und André Heide: "Das dauert noch ein bisschen. Einmal liegt es am Geld und einmal auch an der fehlenden Menpower. Wir haben ja hier mit dem riesen Gelände und mit dem Zug, den wir hier am Laufen halten müssen, so viel zu tun, dass dadurch die Lok leider zu kurz kommt." Die nächsten großen Projekte sind die nächsten Fahrten. Am Lokschuppen, der ein neues Dach bekommen hat, ist immer noch viel zu machen; beispielsweise das Mauerwerk. "Im Herzen liegt dieses Jahr die Drehscheibe. An der Drehscheibe muss viel gemacht werden, damit die betriebsfähig bleibt", sagt uns André Heide. Ein Ausfall wäre eine Katastrophe. Die Drehscheibe ist das Herzstück. Ohne die dreht sich nichts und dieses Jahr muss halt einiges an ihr gemacht werden, betont der 1. Vorsitzende. Ein paar Tausend Euro, aber auch viele Fleißstunden werden auf den Verein zukommen. "Die Leute fehlen dann wieder bei der Lok, weil halt die Scheibe betriebswichtig ist. Deswegen bräuchten wir eigentlich mehr Leute, das würde uns helfen", sagat André Heide. Mit dem Fest war der 1. Vorsitzende sehr zufrieden. "Der erste Zug war auch voll, was man gar nicht gedacht hätte, dass gleich morgens schon so viele Menschen hier sind. Das Wetter spielte mit, also es ist eine gelungene Veranstaltung für alle denke ich", sagte uns der 1. Vorsitzende André Heide.

Viel Spaß hatten die Kinder auf der Draisine und vor allem bei der Führerstandsmitfahrt auf der Dampflok. Am Abend des Lokschuppenfestes veranstaltete der Verein eine Nachtparade mit den Dampflokomotiven 50 3501 unter Dampf, diese vertrat die noch in Reparatur in Meiningen befindliche 58 311 sowie 52 8106 und 50 3705 kalt.

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Foto: Crönlein/German BaseStream News-Online | Pendelverkehr zwischen Bahnhof und Betriebsgelände
 
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Foto: Crönlein/German BaseStream News-Online | Julian Hampel an der Draisine

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